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Die 5 häufigsten Fehler beim Nachhaltigkeitsbericht vermeiden

Menschen, die einen Nachhaltigkeitsbericht schreiben

So vermeiden Unternehmen die 5 häufigsten Fehler beim Nachhaltigkeitsbericht

Gehören Sie auch zu den Unternehmen, die Fehler im Nachhaltigkeitsbericht fürchten? Aus unserer Erfahrung als Gutachter von Nachhaltigkeitsleistungen wissen wir, dass viele KMU verunsichert sind: Ab 2024 müssen rund 15.000 deutsche Unternehmen die in der CSRD geforderte Berichts- und Prüfpflicht erfüllen. Aber nicht nur diese Großunternehmen sind betroffen, sondern auch indirekt ihre Zulieferer und damit etliche KMU (außer kapitalmarktorientierte, diese sind direkt betroffen). Deren Kunden, d.h. die Großunternehmen, fordern immer mehr Nachweise über das nachhaltige Engagement von ihnen. Dies sollte in einem Nachhaltigkeitsbericht erfasst werden, am besten ohne Fehler.


Zwischen notwendiger Pflicht, unternehmerischer Verantwortung und Erfolgsfaktor stellt ein Nachhaltigkeits-bericht eine große Herausforderung für KMU dar. Doch das Implementieren von ESG-Themen (Environment, Social, Governance) und das Ausrichten auf Nachhaltigkeit birgt eine große Chance: Ein Nachhaltigkeitsbericht sichert Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei den Stakeholdern. Außerdem stärkt er Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit, denn: Ein nachhaltig agierendes Unternehmen ist in der Lage, schneller und gezielter Maßnahmen anzupassen, wenn es nötig sein sollte.


Der erste Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Transformation ist zu beginnen. Mit untenstehender Liste vermeiden Sie von Anfang an die fünf häufigsten Fehler beim Erstellen eines Nachhaltigkeitsberichts:

Inhalt

1.      Perfektionismus

2.      Keine nachhaltige Unternehmens-Strategie

3.      Keine Priorisierung

4.      Unzuverlässige Datenerfassung

5.      Kein Erfahrungsaustausch

1. Perfektionismus

Vorneweg: Ein Nachhaltigkeitsbericht muss nicht perfekt sein. Denn das wird er niemals sein, weil Sie ihn stetig weiterentwickeln. Denken Sie außerdem daran, dass ein Nachhaltigkeitsbericht, der nur Positives vorweist, wenig glaubwürdig ist. Sie müssen nicht den Anspruch haben, nur über „schöne“ Zahlen und Angaben zu berichten. Wenn Sie über positive und über negative Wirkungen sprechen, dann machen Sie sich zwar angreifbarer, aber schließlich geht es darum, Verantwortung zu übernehmen – und genau das ist, was Ihre Stakeholder erwarten. Es geht darum, dass Sie transparent und ehrlich sind.

 

Laut einer Studie der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft machen sich 75 Prozent der befragten Firmen Sorgen über den organisatorischen Aufwand. Zögern Sie einen Nachhaltigkeitsbericht nicht hinaus, sondern beginnen Sie jetzt damit, egal wo Sie stehen. Der Bericht wird mit Ihnen wachsen – Hauptsache, Sie vergeuden keine Zeit und fangen an!

 

Lösung: Fokussieren Sie nicht auf Perfektion, sondern auf Bewegung. Beginnen Sie noch heute.

2. Sie haben keine nachhaltige Strategie

Nur eine nachhaltige Unternehmens-Strategie führt zu nachhaltiger Entwicklung, weil sie Wegweiser für nachhaltige Entscheidungen ist. Es ist weit verbreitet, dass die Nachhaltigkeitsstrategie als Teil der Unternehmensstrategie angesehen wird. Wenn jedoch alles, was ein Unternehmen tut, nachhaltig – im Sinne von zukunftssichernd – ist, dann sollte es umgekehrt sein: Die Nachhaltigkeitsstrategie sollte der Unternehmensstrategie übergeordnet sein bzw. gleichrangig als nachhaltige Unternehmens-Strategie implementiert werden. Nur so gibt die Nachhaltigkeitsstrategie Management und Mitarbeitenden Orientierung, damit sie nachhaltige Ziele erreichen können.

 

Die oberste Geschäftsleitung muss dabei vom Wandel zu mehr Nachhaltigkeit überzeugt sein. Idealerweise wird Nachhaltigkeit dann integraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Die Unternehmensführung sollte nachhaltiges Wirtschaften dabei nicht im Top-down-Stil vorgeben. Nachhaltigkeit sollte im Kern der Organisation verankert sein, damit jedes Team verantwortungsvoll vorgehen kann. So kann jede Entscheidung auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen.

 

Lösung: Definieren und etablieren Sie eine nachhaltige Unternehmens-Strategie. Eine Orientierung geben zum Beispiel diese sechs aufeinanderfolgenden Schritte.

3. Sie wollen alles auf einmal machen

Einer der häufigsten Fehler beim Erstellen eines Nachhaltigkeitsberichts ist, alles auf einmal machen zu wollen. Kein Wunder, dass das Thema dann überwältigend wirkt. Unternehmen müssen ihre Transformation schrittweise durchführen – und mit dem Wichtigsten beginnen. Sie müssen folglich priorisieren. Das heißt, Sie sollten mit dem ESG-Thema beginnen, bei dem Sie den größten Hebel besitzen. Sie wissen nicht, wo dieser bei Ihren Geschäftsprozessen liegt? Sie finden es heraus, indem Sie Folgendes tun:

 

Den größten Hebel finden Sie anhand einer Wesentlichkeitsanalyse heraus. Durch eine Befragung Ihrer internen und externen Stakeholder identifizieren Sie alle relevanten Themen, die Sie in Einklang mit den Stakeholdern berücksichtigen sollten. Und diese priorisieren Sie dann.

 

Lösung: Führen Sie eine Wesentlichkeitsanalyse durch, priorisieren Sie Ihre individuellen, nachhaltigen Themen und finden Sie den größten Hebel. Dort setzen Sie an.

4. Ihre Datenerfassung steht nicht im Mittelpunkt

Bei einem Nachhaltigkeitsbericht können Sie nichts falsch machen. Es sei denn, Sie erfassen die falschen Zahlen. Auch wenn Sie sich einem Dilemma gegenübersehen: Etablieren Sie klare Abfragestrukturen und sammeln Sie zentral zuverlässige Daten. Das gelingt, indem Sie Ihre Daten gemäß einem Rahmenwerk strukturieren. Unternehmen, die der CSRD unterliegen, müssen die ESRS anwenden. Die große Mehrheit der deutschen Firmen ist jedoch „nur“ indirekt betroffen und daher frei in der Wahl ihres Nachhaltigkeitsstandards.

 

Es gibt eine Vielzahl an Standards, die wie Leitplanken beim Erstellen eines Nachhaltigkeitsberichts sind: GRI, DNK, SDGs, ESG, UNGC und und und. Besonders zu empfehlen sind die internationalen Sets von GRI, auf denen die europäischen ESRS beruhen. Erkunden Sie die Rahmenwerke und wählen Sie dasjenige, das am angemessensten zu Ihrem Unternehmen passt. Tipp: Bei GRI können Unternehmen nur diejenigen Standards auswählen, die auf sie zutreffen.

 

Lösung: Wählen Sie einen Nachhaltigkeitsstandard und erfassen Sie strukturiert und korrekt Ihre nichtfinanziellen Kennzahlen.

5. Erfahrungsaustausch und Verifizierung

Auch wenn Sie nicht unter die in der CSRD geforderte Prüfpflicht eines Nachhaltigkeitsberichts fallen: Lassen Sie Ihren Nachhaltigkeitsbericht von externen Expert:innen verifizieren (= überprüfen). Ein unabhängiger, dritter Blick von außen gewährleistet ein qualifiziertes Feedback – das – abhängig von der Expertise des Verifizierers – den Weg für Ihre weitere, nachhaltige Entwicklung ebnet. Denn:


Aus einem erfahrenen Feedback können Sie gemeinsam Ihre nächsten (Zwischen-)Ziele und Maßnahmen ableiten. Außerdem hat ein geprüfter Nachhaltigkeitsbericht nachweislich weniger Fehler und mehr Gewicht bei Ihren Stakeholdern.


Lösung: Holen Sie sich Unterstützung von Partnern, die Sie verstehen, und die Ihnen helfen, die nächste Stufe in Richtung Zukunft zu definieren – und ggf. die vergangene zu reflektieren.


 

Wenn Sie bei einem dieser Punkte Unterstützung wünschen, wenn wir mit Ihnen gemeinsam eine nachhaltige Unternehmens-Strategie entwickeln oder eine Wesentlichkeitsanalyse durchführen sollen, wenn wir mit Ihnen einen geeigneten Nachhaltigkeitsstandard auswählen, oder Ihren Nachhaltigkeitsbericht auf Fehler untersuchen oder ihn verifizieren sollen, dann sind wir gerne für Sie da. Und auch, wenn Sie sich nur ein bisschen mehr Motivation wünschen. Rufen Sie uns einfach an.

   

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